
Chinas Außenminister kritisiert Krieg im Iran
n-tv
Peking und Teheran unterhalten wichtige Wirtschaftsbeziehungen. Seit dem US-Angriff hielt sich China zunächst zurück. Auch deshalb richten sich die Blicke jetzt auf einen seltenen Pressetermin.
Peking und Teheran unterhalten wichtige Wirtschaftsbeziehungen. Seit dem US-Angriff hielt sich China zunächst zurück. Auch deshalb richten sich die Blicke jetzt auf einen seltenen Pressetermin.
Chinas Außenminister Wang Yi hat den US-israelischen Angriff auf den Iran kritisiert. Macht gebe einem kein Recht, und die Welt dürfe nicht zum "Gesetz des Dschungels" zurückkehren, sagte Chinas Chefdiplomat in Peking am Rande des dort tagenden Nationalen Volkskongresses. China fordere eine Feuerpause und ein Ende des Krieges. "Dies ist ein Krieg, der nie hätte passieren dürfen, und der für keine der beteiligten Seiten Vorteile hat", sagte Wang.
China hatte den Angriff schon zuvor verurteilt, ein Ende der Militäroperationen und Sicherheit in der Straße von Hormus zum Wohl der Weltwirtschaft gefordert. Wang hatte sich nun bei dem alljährlichen Pressetermin während des Volkskongresses öffentlich dazu geäußert. Dieser bietet Journalistinnen und Journalisten die seltene Gelegenheit, ihre Fragen an den Minister zu richten.
Ohne die USA zu erwähnen, forderte Wang außerdem, die Souveränität von Ländern in Nahost zu wahren, den Einsatz von Gewalt zu vermeiden, sich nicht in die Angelegenheiten anderer Länder einzumischen und Konflikte dort politisch zu lösen. Revolutionen zu planen und Regimewechsel anzustreben, sei unpopulär, sagte Wang.
Mit Blick auf den erwarteten Besuch von Trump in der Volksrepublik sagte Wang, wenn beide Länder nicht miteinander Kontakt hielten, führe dies zu Missverständnissen und Fehleinschätzungen. Ein Weg Richtung Konflikt und Konfrontation würde der Welt weiter schaden. Die Beziehung beider Länder wirke sich global aus, erklärte Wang. "Jetzt müssen beide Seiten gründliche Vorbereitungen treffen, ein günstiges Umfeld schaffen, bestehende Differenzen kontrollieren und unnötige Störungen beseitigen", sagte er.













