
CDU bekräftigt Wunsch nach Gottesbezug in Saar-Verfassung
n-tv
Die Verfassung des Saarlandes soll eine Präambel bekommen. Jetzt wird über einen Gottesbezug diskutiert. Religiöse Vertreter wünschen das. Und nicht nur sie.
Die Verfassung des Saarlandes soll eine Präambel bekommen. Jetzt wird über einen Gottesbezug diskutiert. Religiöse Vertreter wünschen das. Und nicht nur sie.
Saarbrücken (dpa/lrs) - Die oppositionelle CDU hat im Saarland den Wunsch nach einem Gottesbezug in einer Präambel zur Landesverfassung bekräftigt. Die Abgeordnete Dagmar Heib (CDU) lobte einen Vorschlag eines breiten Bündnisses der christlichen Kirchen sowie der jüdischen und muslimischen Religionsgemeinschaften, Gott in der Präambel zu erwähnen: "Das ist für uns eine wichtige Anregung."
Sevim Kaya Karadag (SPD) versicherte, derzeit werde über die Präambel mit der "gebotenen parlamentarischen Ernsthaftigkeit" diskutiert: "Und wir versuchen, unterschiedliche Interessen, soweit es möglich und verantwortbar ist, zu berücksichtigen."
Der Landtag lehnte einen Gesetzesvorschlag der dreiköpfigen AfD-Fraktion für eine Präambel mit einem Gottesbezug ab. Karadag verwies darauf, dass derzeit ein gemeinsamer Vorschlag der regierenden SPD und der oppositionellen CDU diskutiert werde: "Wer den demokratischen Prozess ernst nimmt, wartet die laufenden Beratungen ab, statt sie durch symbolische Gesetzesentwürfe zu unterlaufen." Auch Heib sagte, die AfD könne jederzeit Änderungsvorschläge machen - die erneute Einbringung eines bereits früher abgelehnten Gesetzentwurfs sei nicht hilfreich.
Der AfD-Fraktionsvorsitzende Josef Dörr hatte den Entwurf seiner Partei unter anderem mit mangelnder Einbindung in die Beratungen begründet. "Dass es einen Gott gibt, das müsste eigentlich einem ganz normalen Menschen eine Selbstverständlichkeit sein", sagte er.













