
Brecht-Tage in Berlin: Das Hirse-Gedicht wird neu gedeutet
Frankfurter Rundschau
Die Berliner Brecht-Tage diskutieren das umstrittene Werk über sowjetische Zwangskollektivierung. Jüngere Dialektiker sehen darin einen Pfad zum Ökosozialismus.
Zur Eröffnung wird im Berliner Brecht-Haus Tee ausgeschenkt. Beim älteren Publikum löst er ferne Geschmacksassoziationen an den süßen Hirsebrei seiner Jugend aus, doch jüngeren Biokunden ist Hirse geläufig. Sie interessieren sich für ihre agrar- und ernährungspraktischen Seiten und probieren ihr Naturwissen gerne gemeinsam im Workshop aus. Zum Grundnahrungsmittel wird Hirse aber nicht nur in der Öko-Nische: Kürzlich erklärte die FAO die hitzeresistente und schnell wachsende „C4-Pflanze“ dank ihrer höheren Photosyntheserate zur Ernährungsquelle für die wachsende Weltbevölkerung, da Dürreperioden absehbar zunehmen.













