
BND-Analyse zeigt deutlich höhere russische Militärausgaben
n-tv
Der BND untersucht die Militärausgaben Russlands und stellt fest: "In diesen Zahlen materialisiert sich konkret die wachsende Bedrohung Europas durch Russland." Offenbar verschleiert Moskau seine tatsächlichen Ausgaben - vermutlich nicht ohne Grund.
Der BND untersucht die Militärausgaben Russlands und stellt fest: "In diesen Zahlen materialisiert sich konkret die wachsende Bedrohung Europas durch Russland." Offenbar verschleiert Moskau seine tatsächlichen Ausgaben - vermutlich nicht ohne Grund.
Die militärischen Ausgaben Russlands sind in den vergangenen Jahren nach einer Analyse des Bundesnachrichtendienstes (BND) bis zu zwei Drittel höher gewesen als im offiziellen Verteidigungshaushalt dargestellt. So seien etwa Bauvorhaben des Verteidigungsministeriums, IT-Projekte des Militärs oder Sozialleistungen für Angehörige der Streitkräfte nicht im Verteidigungs-, sondern in anderen Teilen des Etats aufgeführt worden, stellte der deutsche Auslandsgeheimdienst in einer seit Längerem laufenden Analyse fest.
Dies liegt nach BND-Angaben etwa daran, dass die russische Auslegung von Verteidigungsausgaben stark von der Definition der Nato abweicht. Zudem würden Informationen zu Verteidigungsausgaben von offiziellen russischen Stellen oft verzerrt dargestellt und bedürften weiterer Einordnung.
Seit Beginn des Angriffskrieges gegen die gesamte Ukraine im Februar 2022 ist der Verteidigungshaushalt Russlands nach BND-Angaben jedes Jahr stark gestiegen. So schätzt der deutsche Auslandsgeheimdienst die militärischen Ausgaben Russlands für das vergangene Jahr auf rund 250 Milliarden Euro und damit auf etwa die Hälfte des Gesamtbudgets. Das entspräche einem Anteil am russischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) von etwa zehn Prozent, heißt es im BND.
Dagegen habe der militärische Ausgabenanteil Russlands im Jahr des Kriegsbeginns 2022 noch bei sechs Prozent vom BIP gelegen. Im Jahr darauf sei dieser Anteil auf 6,7 Prozent gestiegen, 2024 auf 8,5 Prozent.













