
Bindenwarane erschrecken und faszinieren Touristen
n-tv
Mitten in Bangkok begegnen Jogger und Urlauber echten Riesenechsen - hautnah. Der Versuch, die Tiere umzusiedeln, ging vor zehn Jahren schief. Was Besucher über die Großstadt-Godzillas wissen sollten.
Mitten in Bangkok begegnen Jogger und Urlauber echten Riesenechsen - hautnah. Der Versuch, die Tiere umzusiedeln, ging vor zehn Jahren schief. Was Besucher über die Großstadt-Godzillas wissen sollten.
Bangkok, neun Uhr morgens. Langsam legt sich die Tropenhitze wie ein feuchtes Handtuch über Thailands Hauptstadt. Die letzten verschwitzten Jogger und Tai-Chi-Fans verlassen gerade den Lumphini-Park - so etwas wie die grüne Lunge der Millionenmetropole. Da durchschneidet plötzlich der Schrei eines Touristen das Idyll. Mit angstgeweiteten Augen starrt er auf eine Kreatur, die aussieht, als sei sie direkt der Urzeit entstiegen.
Und das ist sie gewissermaßen auch: Ein zwei Meter langer Bindenwaran tapst bedächtig über den Asphalt und lässt immer wieder seine gespaltene, dunkle Zunge hervorschnellen.
Unbeeindruckt vom Schrecken des chinesischen Urlaubers marschiert er auf einen See zu, der mit gelben Tretbooten gesprenkelt ist - und gleitet geschmeidig ins Wasser. Sofort treten Touristen in die Pedale und nähern sich neugierig, während das Tier elegant mit seinem seitlich abgeflachten Schwanz durchs trübe Grün rudert.
Warane bevölkern schon seit vielen Millionen Jahren den Planeten. In Bangkoks Kanälen, den Khlongs, leben Schätzungen zufolge Tausende Exemplare der Spezies Varanus salvator - allein im Lumphini-Park dürften es Hunderte sein.













