
Berlin: Senat und Bürgermeister tappen in Steglitz-Zehlendorf im Dunkeln
Frankfurter Rundschau
Der Regierende Bürgermeister reagiert zu spät auf den Stromausfall. Die chaotische Krisenbewältigung offenbart strukturelle Probleme in Berlin.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner (CDU), muss in der Hauptstadt eine Großkrise managen. Das hat er leider erst mit Verzögerung begriffen. Nach 30 Stunden Strom- und Heizungsausfall im Südwesten Berlins ließ er sich vor Ort blicken. Dass er in Spandau wohnt, das nach Berliner Maßstäben jwd, also janz weit weg liegt, kann nicht als Entschuldigung gelten. Wegner hat, wie auch die grüne Bürgermeisterin des betroffenen Bezirks Steglitz-Zehlendorf, die Lage anfangs eklatant unterschätzt. Vermutlich haben beide ebenso wenig wie die Bürgerinnen und Bürger glauben können, dass es fast eine Woche dauern wird, bevor es in Zehntausenden Wohnungen wieder hell und warm wird. Es ist ja auch kaum zu glauben.













