
Ausländische Ärzte: ausgebremst oder angekommen?
n-tv
Eine Kardiologin aus der Ukraine und ein Unfallchirurg aus Syrien schildern, wie sie in Hessen als Mediziner Fuß fassten - oder was sie davon abhält.
Eine Kardiologin aus der Ukraine und ein Unfallchirurg aus Syrien schildern, wie sie in Hessen als Mediziner Fuß fassten - oder was sie davon abhält.
Frankfurt/Langen (dpa/lhe) - Das Gesundheitssystem ist auf Zuwanderung angewiesen - aber die Bürokratie macht es Medizinern aus dem Ausland nicht immer leicht. Wie finden sie den Weg ins System - und was behindert sie dabei? Zwei Fallbeispiele zeigen, wie unterschiedlich es laufen kann.
Der Unfallchirurg Faisal Shehadeh (42) stammt aus Syrien und hatte wenig Probleme, in Deutschland Fuß zu fassen. Heute arbeitet er als Spezialist für Schulter- und Ellenbogenchirurgie in der Asklepios Klinik im hessischen Langen. Lesia Haidych (41), Fachärztin für Innere Medizin, kam 2022 aus der Ukraine und hängt seit Jahren in der Warteschleife.
Die Situation für ausländische Ärztinnen und Ärzte in Deutschland empfindet sie "als sehr herausfordernd", sagt die alleinerziehende Mutter. Man investiere Energie, Zeit und Geld, um die Sprache auf ein professionelles medizinisches Niveau zu bringen. "Doch genau an dem Punkt, an dem man beruflich eigentlich starten möchte, beginnt das große Problem: Das Anerkennungsverfahren bremst viele Menschen aus - oft über Jahre."
Wie unterschiedlich es laufen kann, weiß auch Atilla Vurgun. Er leitet in Frankfurt die gemeinnützige Akademie für Heilberufe, die ausländische Ärztinnen und Ärzte auf dem Weg ins deutsche Gesundheitssystem begleitet.













