
Apnoe-DM in Chemnitz: Auf Rekordjagd ohne Luft
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Etliche Minuten ohne Luft oder auf Zeiten- und Distanzjagd mit angehaltenem Atem: Bei der Deutschen Meisterschaft im Apnoetauchen in Chemnitz treffen sich am Wochenende Spezialisten des Sports.
Etliche Minuten ohne Luft oder auf Zeiten- und Distanzjagd mit angehaltenem Atem: Bei der Deutschen Meisterschaft im Apnoetauchen in Chemnitz treffen sich am Wochenende Spezialisten des Sports.
Chemnitz (dpa/sn) - Unvorstellbar lang die Luft anhalten oder unvorstellbar schnell oder weit ohne Atem tauchen: Mit solchen Leistungen sind am Wochenende im Chemnitzer Sportforum Deutschlands beste Apnoetaucher zur Deutschen Meisterschaft angetreten. In der 50-Meter-Schwimmhalle des Sportforums kämpften 54 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland um Titel und Rekorde – oft mit spektakulären Distanzen und Zeiten unter Wasser.
„Wir haben eigentlich drei große Kategorien“, sagt Markus Hinkelmann, Ressortleiter Apnoe-Wettkampfsport beim Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) und zugleich Mitglied im Chemnitzer Tauchverein, der die DM ausrichtet. Bei den Distanzstrecken versuchen die Sportler, mit Monoflosse, zwei Flossen oder ganz ohne Hilfsmittel so weit wie möglich zu tauchen. In der Disziplin "Static" geht es darum, "so lange wie möglich einfach nur die Luft anzuhalten, ohne sich zu bewegen". Dazu kommen "Speed-Strecken" über 2×50, 4×50 und 8×50 Meter, bei denen es um die schnellste Zeit geht. Hier dürfen die Athleten auftauchen und atmen – jede Sekunde an der Oberfläche verlängert aber die Gesamtzeit, so Hinkelmann weiter.
Beim Statik-Tauchen (Senioren) wurde der Chemnitzer Lokalmatador Kay Kunack Deutscher Meister. Er blieb 6 Minuten und 25 Sekunden unter Wasser. Das Ergebnis wurde in der offenen internationalen Wertung nur vom Südafrikaner Anton Raoul de Wet getoppt (6,42 Minuten), der für den Verein DUC Hamburg antrat. Bei den Frauen gewann Kathrin Uwe vom Tauchclub Ratisbona mit 5,22 Minuten.
Beim Streckentauchen siegte Lars Müller vom Verein TC Uni Stuttgart Manatees mit 167,5 Meter. De Wet kam in der internationalen Wertung auf 200,5 Meter. Bei den Damen gewann Madeleine Klenke-Müller mit 200,5 Meter. Sie taucht wie Müller für den Stuttgarter Verein.













