
AfD-Spitzenkandidat weilt beim Wahlkampf-Finale in USA
n-tv
In der heißen Wahlkampfphase in Baden-Württemberg reist AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier in die USA. Erst zwei Tage vor der Wahl kehrt er zurück. Seine Abwesenheit sorgt bei den Bundesparteichefs Weidel und Chrupalla für reichlich Missstimmung.
In der heißen Wahlkampfphase in Baden-Württemberg reist AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier in die USA. Erst zwei Tage vor der Wahl kehrt er zurück. Seine Abwesenheit sorgt bei den Bundesparteichefs Weidel und Chrupalla für reichlich Missstimmung.
Es sind die letzten wichtigen Stunden vor der so wichtigen Landtagswahl im Südwesten, aber der Spitzenkandidat ist nicht vor Ort. Die AfD-Bundeschefs Tino Chrupalla und Alice Weidel schließen den Wahlkampf im baden-württembergischen Rottweil ohne Markus Frohnmaier ab. Statt vor Ort eine Rede zu halten, schickt der Landesvorsitzende eine Videobotschaft. Bis zum heutigen Freitag hielt Frohnmaier sich in den USA auf.
Bei der Wahlkampf-Endspurtveranstaltung am Donnerstag in der Stadthalle Rottweil war der Spitzenkandidat nicht zugegen. Stattdessen überließ Frohnmaier es dem Sachsen Chrupalla, die AfD in Baden-Württemberg auf ein starkes Ergebnis von 20 Prozent plus X einzuschwören. Auffällig: Weder Chrupalla noch Weidel erwähnten den Spitzenkandidaten Frohnmaier in ihren Reden am Donnerstag mit einem Wort.
Auch die traditionelle Nachlese zur Landtagswahl am Montag fällt aus, wie die AfD auf Anfrage von RTL/ntv und dem "Stern" bestätigt. Eigentlich wollten Weidel und Chrupalla nach Stuttgart kommen, um dort gemeinsam mit Frohnmaier und Co-Landeschef Emil Sänze das Wahlergebnis zu feiern. Das müssen Frohnmaier und Sänze nun alleine machen: Von der Bundesspitze wird es keinen Applaus, keine Blumensträuße und keine Danksagungen geben.
Dass diese politische Gepflogenheit ausfällt, kann man durchaus als Affront gegen Frohnmaier deuten. Die Bundesspitze ist offenbar überhaupt nicht erfreut über Frohnmaiers Abwesenheit im Endspurt des Wahlkampfs. Der tourt derweil in seiner Funktion als außenpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagfraktion durch Washington D.C. Auf dem Plan steht unter anderem ein Treffen der Organisation "Turning Point USA", die vom ultrarechten, Aktivisten Charlie Kirk gegründet wurde. Kirk ist 2025 bei einem Anschlag getötet worden.













