
AfD Niedersachsen wehrt sich gegen parteiinterne Vorwürfe
n-tv
In einem Brandbrief an die Parteispitze greifen einige AfD-Mitglieder den Landesvorstand in Niedersachsen frontal an. Der weist die Anschuldigungen weit von sich und droht mit Gegenmaßnahmen.
In einem Brandbrief an die Parteispitze greifen einige AfD-Mitglieder den Landesvorstand in Niedersachsen frontal an. Der weist die Anschuldigungen weit von sich und droht mit Gegenmaßnahmen.
Hannover (dpa/lni) - Die AfD-Spitze in Niedersachsen wehrt sich gegen schwere Vorwürfe aus den eigenen Reihen – dabei geht es um eine angebliche "Parallelorganisation" innerhalb der Partei, die Veruntreuung öffentlicher Gelder und persönliche Bereicherung. Der AfD-Landesvorstand um den Vorsitzenden Ansgar Schledde wies die Vorwürfe auf Anfrage alle als unzutreffend zurück.
Mehrere AfD-Mitglieder, darunter der frühere niedersächsische Spitzenkandidat und Fraktionsvorsitzende Stefan Marzischewski-Drewes und die Europaabgeordnete Anja Arndt, hatten sich zuvor an den Bundesvorstand um Alice Weidel und Tino Chrupalla gewandt. In dem Schreiben vom 2. Februar heißt es, die Unterzeichner seien in tiefster Sorge um den AfD-Landesverband. Sie fordern: "Ohne Ihr zügiges und beherztes Eingreifen ist unsere Partei der Alternative für Deutschland in Niedersachsen verloren."
Im Folgenden breiten die Verfasser des Briefs mehrere Anschuldigungen gegen die aktuelle Führung der AfD in Niedersachsen aus. Unter anderem liefen gegen Landeschef Schledde "erneut" Ermittlungen wegen einer "schwarzen Kasse" und der Anstiftung zur Veruntreuung von öffentlichen Geldern im sechs- bis siebenstelligen Bereich.
Darüber hinaus benutzten Schledde, der Landesvorstand und eine Gruppe von Mandatsträgern und Mitgliedern die AfD "als Geschäftsmodell zur dauerhaften persönlichen Bereicherung". Schledde betreibe dafür eine 2024 gegründete "Parallelorganisation", heißt es in dem Schreiben.













