
„Ich will, dass in dieser Werft auch noch die Enkel arbeiten können“
Süddeutsche Zeitung
Oliver Burkhard führt den weltweit größten Hersteller von nicht-atomaren U-Booten. Er spricht über den neuen Rivalen Rheinmetall, die Zukunft des Kriegs auf See und warum es etwa fünf Jahre dauert, um ein U-Boot zu bauen.
Oliver Burkhard, 54, hat den Überblick. Aus seinem Eckbüro schaut man weit über das große Werftgelände in Kiel und die Förde, da vorn ankert die riesige Fähre, die am Mittag Richtung Oslo ablegen wird. Burkhard ist seit vier Jahren Vorstandschef von TKMS, bis Dezember war er zugleich Personalvorstand des TKMS-Mutterkonzerns Thyssenkrupp. TKMS – früherer Name: Thyssenkrupp Marine Systems – baut Kriegsschiffe und ist weltweit größter Hersteller von konventionellen U-Booten, also solchen ohne Atomantrieb. Im Oktober ging die Werftengruppe mit mehr als 9000 Beschäftigten an die Börse, der Kurs ist deutlich gestiegen. Die Mehrheit der Anteile gehört aber immer noch Thyssenkrupp. Auf Burkhards Konferenztisch steht eine Kaffeetasse mit der Aufschrift „Ahoi“.













