
»Wir fühlen uns, als wären wir in die Zukunft gezogen«
Süddeutsche Zeitung
Ohne die Stadt oder die Sprache zu kennen, zieht unsere Autorin mit ihrer Familie nach Valencia. Über ein großes Abenteuer und die Frage: Was braucht man eigentlich für ein glückliches Leben?
An einem grauen Novembertag des Pandemie-Jahres 2020 drängen mein Mann und ich uns schlecht gelaunt in unserer Berliner Wohnung um den Esstisch, der jetzt Homeoffice heißt. Wir nörgeln ein bisschen, wir träumen ein bisschen. Und stellen fest: Wenn wir jetzt nur noch zu Hause arbeiten, könnten wir doch auch woanders leben. Wir beschließen, es wie die anderen jungen Familien zu machen und in die Nähe der eigenen Eltern zu ziehen. In meine Heimatstadt, von der ich mal so dringend wegwollte. Die Mietpreise in München verderben uns dann aber schneller die Lust auf einen Neustart, als wir uns schönreden können, dass »urban an der S-Bahn-Stammstrecke gelegen« genau das Richtige für uns wäre.













