
Zerwürfnis über Wagenknecht – Linke-Abgeordnete brechen mit Parteivorstand
Die Welt
Die Linken-Spitze distanziert sich von Sahra Wagenknechts „Manifest“ zum Ukraine-Krieg. Damit habe sich die Parteiführung „aufs peinlichste blamiert“ und „jeden Anspruch, Friedenspartei zu sein, aufgegeben“, kritisieren nun Bundestagsabgeordnete. Sie stellen die Zukunftsfrage.
Der Streit in der Linkspartei über die von Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer geplante Kundgebung zur Friedenspolitik eskaliert. Der ehemalige Parteivorsitzende und heutige Vorsitzende des Energieausschusses im Bundestag, Klaus Ernst, und der parlamentarische Geschäftsführer Alexander Ulrich erheben schwere Vorwürfe gegen den Parteivorstand.
„Eine Linke, die sich von der größten friedenspolitischen Aktion seit Jahren distanziert, hat jeden Anspruch, Friedenspartei zu sein, aufgegeben. Sie braucht sich dann auch nicht mehr zu wundern, dass ihr die Wähler und Sympathisanten massenhaft weglaufen“, teilen die beiden Bundestagsabgeordneten WELT in einer gemeinsamen Stellungnahme mit.

Wie viel Provokation hält die Demokratie aus? Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, verteidigt im WELT-Interview auch radikale und unbequeme Meinungen – und erklärt, warum staatliche Verbote der falsche Weg sind, selbst wenn autoritäre Narrative gezielt gestreut werden.












