
"Zauberpilz" soll Jamaikas Tourismus beflügeln
n-tv
Sie sind klein und schrumpelig, doch ihre Wirkung ist vielversprechend: Während Magic Mushrooms vielerorts verboten sind, will Jamaika mit den "Zauberpilzen" den Tourismus im Land ankurbeln. Mehrere Resorts werben mit mystischen Erfahrungen und auch bei Therapien scheint der Pilz gut anzukommen.
Sonne, Reggae und ein Hauch süßen Cannabisdufts - dafür ist Jamaika auf der ganzen Welt bekannt. Nun versucht die Karibikinsel eine Nischenindustrie mit natürlichen Psychedelika aufzubauen und wirbt mit mystischen Erfahrungen und Stressabbau durch Magic Mushrooms. Fast die Hälfte seiner Gäste beschreibe eine "mystische Erfahrung" und bemerke einen Abbau von Stress, sagt Justin Townsend von Myco Meditations, einem Ressort mit eigener Pilzproduktion.
Auf Jamaika gibt es inzwischen mindestens vier Resorts, die sich auf "Zauberpilze" und deren psychoaktiven Wirkstoff Psilocybin spezialisiert haben. Drei solcher Anlagen sind in den letzten Jahren eröffnet worden, nachdem die Regierung Psychedelika ins Auge gefasst und private Investitionen in diesem Sektor gefördert hat.
Während Magic Mushrooms in den meisten Teilen Europas und den USA nach wie vor illegal sind, hat die jamaikanische Regierung diese nie verboten. Die staatliche Agentur Jamaica Promotions Corporation sieht darin eine Möglichkeit, die Tourismusindustrie des Landes auszubauen. Nach einer Schätzung des Marktforschers Insight Ace Analytic könnte die Psychedelika-Industrie bis 2028 weltweit über acht Milliarden Dollar wert sein - mehr als doppelt so viel wie 2021.
