
Wolfsburg-Trainer unter Druck: Nächstes Endspiel für Simonis
n-tv
Muss nur der Trainer gehen? Oder die sportliche Leitung gleich mit? In Wolfsburg droht der große Knall, wenn das Spiel bei Werder Bremen auch verloren geht. Paul Simonis bleibt ganz ruhig.
Bremen/Wolfsburg (dpa/lni) - Es wirkt ein wenig wie die berühmte Ruhe vor dem Sturm. An beinahe jedem Tag vor dem Nordduell bei Werder Bremen wurde rund um den VfL Wolfsburg ein anderes Szenario diskutiert. Muss nur der glücklose Trainer Paul Simonis gehen, wenn der Volkswagen-Club auch am Freitagabend im Weserstadion verliert (20.30 Uhr/Sky)? Oder fliegen dann auch der Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen und der Sportdirektor Sebastian Schindzielorz gleich mit? Kommt danach der Ex-Manager Jörg Schmadtke wieder zurück? Oder sogar der ehemalige Trainer Bruno Labbadia?
Schon seit Wochen läuft nichts mehr zusammen bei den ambitionierten Wolfsburgern. Nur aus dem Inneren selbst drang in den vergangenen Tagen nichts Substanzielles mehr heraus. Einen "Club im Schwebezustand" nennt der "Kicker" das. Als ob der mächtige Aufsichtsrat mit mehreren aktiven und ehemaligen Topmanagern des Mutterkonzerns Volkswagen den großen Rundumschlag für die Zeit der Länderspielpause nach dem Werder-Spiel plant.
Trainer Simonis steht deshalb am Freitagabend noch mehr unter Druck, als er das schon vor dem vergangenen Hoffenheim-Spiel (2:3) tat. Und der 40 Jahre alte Niederländer geht damit genauso um, wie er in seinen vier Monaten in Wolfsburg bislang immer auftrat: freundlich, hoch engagiert und sich vor alle stellend.
