
Wie Russland die Ukraine in "Strominseln" verwandeln will
n-tv
Russland beschießt weiterhin massiv ukrainische Kraftwerke und Stromnetze. Am Donnerstag mussten alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden, was den Blackout noch verschärft.
Bereits seit Oktober erlebt die Ukraine massive russische Angriffe auf ihre Energieinfrastruktur. Schon vor dem vergangenen Mittwoch gab es infolgedessen nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers Ukrenergo kaum noch unbeschädigte Wärme- und Wasserkraftwerke. Auch fast wichtigen Umspannwerke wurden getroffen, häufig mehrfach.
Nachdem Russland am Mittwoch wieder rund 70 Raketen auf die Energieobjekte abgefeuert hat, ist es in der Ukraine zum größten Stromzusammenbruch seit Beginn des Krieges gekommen. Elf Regionen der Ukraine waren am Mittwochabend komplett ohne Strom, in der Hauptstadt Kiew blieben 80 Prozent der Haushalte ohne Energie. Strom gab es praktisch nur in der Gegend um das Regierungsviertel, wo kaum geplante Abschaltungen stattfinden, weil das Stromnetz dort für kritische Objekte zuständig ist. Selbst dort jedoch gab es bis zum späten Donnerstagabend kein Leitungswasser.
