Was summt da eigentlich so bei Olympia?
ZDF
Bei Olympia 2026 sorgt ein lautes Summen teils für Irritationen. Dahinter stecken Kameradrohnen, die neue TV-Perspektiven liefern.
Ein lautes Summen begleitet viele Wettbewerbe bei Olympia. Verantwortlich sind Kameradrohnen, die spektakuläre Bilder aus neuen Perspektiven liefern. Viele Sportler finden das gut. Vielen aufmerksamen Zuschauern wird es schon aufgefallen sein: Im Fernsehen und vor Ort hört es sich an, als sei ein Schwarm Fliegen aufgescheucht worden. Ein heiseres Surren begleitet Skirennläufer und mittlerweile auch Rodler bei ihren Rasereien jenseits von Tempo 100. Aber woher kommt das Geräusch? Das Summen kommt von kleinen Drohnen, die den Sportlern hinterhersausen und Zuschauern am Bildschirm das Gefühl vermitteln, sie säßen etwa bei den Goldfahrten von Max Langenhan im Schlitten dahinter. Die Athleten? Stören die Drohnen nicht. "Nein, sowas nimmst du nicht wahr", berichtete Rodel-Altmeister Felix Loch. "Du hörst sie zwar kurz bevor es losgeht, aber sobald die Ampel grün ist und du dort fährst, kriegst du es nicht mit." Ansonsten ist er voll des Lobes über die neue Perspektive: "Es sind schon andere Bilder. Schaut wirklich ganz cool aus. Muss man sagen, ist mal ganz, ganz, ganz eine schöne Sache, was die Jungs dort machen." Neue Perspektiven für das Publikum an den Bildschirmen - es ist genau das, was das IOC mit seinen für das Weltbild verantwortlichen Olympic Broadcast Services (OBS) erreichen will. OBS-Chef Yiannis Exarchos erklärt: Die Drohnen der neuesten Generation ermöglichten nun Bilder, "die es in der Berichterstattung über diese Sportarten bisher noch nicht gab". Bei Skirennen sind Drohnen schon länger im Einsatz. Im Dezember 2015 fielen sie zum ersten Mal auf - und damals äußerst unangenehm, weil ein Gerät von üppiger Größe beim Slalom in Madonna di Campiglio nur knapp hinter Marcel Hirscher (Österreich) auf die Piste krachte.













