Warum Lila so umstritten ist – und jetzt ein Revival erlebt
Die Welt
Von Paris Hilton bis zu Hillary Clinton: Popstars und Politikerinnen tragen heute mit Vorliebe Lila. Laut Pantone ist es die „Farbe des Jahres“ 2022. Doch lange war Lila verpönt. Grund dafür ist seine doppelte Symbolik.
In ihrem neuen Film „Marry Me“ heiratet Jennifer Lopez einen dahergelaufenen Mathematiklehrer. Im mehr oder weniger echten Leben überlässt die Entertainerin dagegen wenig dem Zufall. In nur fünf Silben bringt J. Lo das Motto des Modejahres 2022 auf den Punkt: „La-La-Lavender“. So lautet die Bildunterschrift zu einem ihrer jüngsten Beiträge auf Instagram. Auf drei Fotos zeigt sich La Lopez in einem tief ausgeschnittenen Top in hellem Lila. Der virtuelle Applaus ertönt in Form von mehr als 2,5 Millionen Klicks auf das „Gefällt mir“-Herzchen.
Lopez ist in farblich abgestimmter Gesellschaft: Popstar und Designerin Rihanna zeigte sich zum Jahreswechsel auf derselben Plattform in Lingerie aus tiefvioletter Spitze ihres Labels Savage X Fenty, Model Hailey Bieber in lilafarbener Wäsche von Victoria’s Secret. Auch jenseits des virtuellen Laufstegs ist die Farbe überall. Lady Gaga erschien im November bei der Premiere von „House of Gucci“ ganz in Lila, im „W-Magazine“ posierte Schauspielerin Kristen Stewart gerade in einem violetten Valentino-Dress, das US-Magazin „Coveteur“ präsentierte lila Lidschatten-Looks von Paris Hilton bis Dua Lipa. Und die in Stilfragen experimentierfreudige Britney Spears tönte sich kürzlich die Haare lila. Was allerdings nicht lange hielt – nach wenigen Tagen waren nur noch die Spitzen zart violett. Und dann wäre da noch die lilafarbene Fendi-Tasche von Serienfigur Carrie Bradshaw in „And Just Like That“.
