
USA wenden auf Staatspleite ab - zumindest vorläufig
Frankfurter Rundschau
Der US-Senat stimmt für Aussetzung der Schuldenobergrenze bis Dezember diesen Jahres.
Washington D.C. - Der US-Senat hat einer Anhebung der Schuldenobergrenze bis Anfang Dezember 2021 zugestimmt und damit eine Zahlungsunfähigkeit der größten Volkswirtschaft der Welt vorerst abgewendet. Wäre die Anhebung des Limits um 480 Milliarden Dollar (415 Milliarden Euro) nicht auf die Zustimmung der Kongresskammer gestoßen, wären die USA wohl am 18. Oktober erstmals in ihrer Geschichte nicht mehr in der Lage gewesen, ihre Schulden zu begleichen.
Für die Anhebung der Schuldenobergrenze stimmten am Donnerstag (07.10.2021, Ortszeit) in Washington alle 50 Demokraten in der Kongresskammer, 48 Republikaner votierten dagegen und zwei stimmten nicht ab. Die Abstimmung über die Vereinbarung fiel somit denkbar knapp aus - kein Republikaner schloss sich den Demokraten an. Allerdings konnte die Erhöhung zuvor mithilfe der Republikaner überhaupt erst zur Abstimmung gebracht werden.
Das US-Repräsentantenhaus, in dem die Demokraten von US-Präsident Joe Biden die Mehrheit haben, muss der Anhebung der Schuldenobergrenze ebenfalls noch zustimmen. Das Votum findet voraussichtlich Mitte kommender Woche statt.













