
Tuchel treibt Sané an: Hektischer Tag vor Prüfung
n-tv
Der Borussia-Park behagt den Bayern seit einiger Zeit gar nicht. Ändert sich das mit Harry Kane und einem formstarken Leroy Sané? Die Transferperiode endet für Coach Tuchel mit einer Enttäuschung.
München (dpa/lby) - Im hektischen Transferfinale war Thomas Tuchel beim FC Bayern München mit voller Kraft darum bemüht, "den Fokus" auf das Bundesliga-Topspiel beim Bundesliga-Angstgegner zu richten. Im Gladbacher Borussia-Park, wo die Münchner Fußball-Serienmeister die vergangenen fünf Pflichtspiele gegen den einstigen Titelrivalen nicht gewinnen konnten, wird aber kein Last-Minute-Zugang helfen können. Die Verpflichtung des von Tuchel gewünschten Defensiv-Sechsers João Palhinha platzte im letzten Moment.
"Wir glauben nicht an Serien, wenn sie gegen uns laufen", scherzte Tuchel mittags noch gut gelaunt zur Negativserie gegen die Gladbacher, um dann ernsthaft hinzuzufügen: "Es kann schon mal passieren, dass eine Atmosphäre in einem Stadion nicht zu uns passt. Wir fahren aber als Favorit und mit dem Anspruch nach Gladbach, dort zu gewinnen." Neben Torgarant Harry Kane, auf den sich bei den ersten zwei Saisonsiegen alles fokussiert hatte, soll auch Leroy Sané wieder ein Erfolgsfaktor sein.
Tuchel lobte den 27 Jahre alten Offensivspieler am Freitag explizit, er stachelt ihn aber auch weiter an. "Leroy ist im Moment sehr positiv. Er ist positiv im Training, auch die Körpersprache ist sehr positiv. Ich habe das Gefühl, dass er gerne hier ist, dass er es genießt, auf dem Platz zu sein", sagte Tuchel. Mit zwei Toren und einem Assist war Sané fast so wirkungsvoll wie 100-Millionen-Mann Kane, der auf drei Treffer und eine Vorlage kommt.
