
Streit mit Baufirma: Weiterbau des Kramertunnels verzögert
n-tv
München/Garmisch-Partenkirchen (dpa/lby) - Der Bau der Kramertunnels bei Garmisch-Partenkirchen wird sich nach dem Streit mit der Baufirma womöglich auf unbestimmte Zeit verzögern. Das Staatliche Bauamt Weilheim kündigte nun seinerseits den Vertrag mit der Arbeitsgemeinschaft Kramertunnel BeMo Tunneling Subterra, wie die Behörde am Freitag mitteilte.
Vorausgegangen war ein auch gerichtlich geführter Streit um Abschlagszahlungen. Die Arbeitsgemeinschaft hatte in diesem Zusammenhang Anfang der Woche den Werkvertrag mit dem Bauamt gekündigt - aus Sicht des Bauamtes rechtswidrig. Die Behörde hatte der Firma eine Frist zur Wiederaufnahme der Arbeiten bis Donnerstag gesetzt. "Die Baufirma zeigte daraufhin keinerlei Bereitschaft, die Bauarbeiten am Kramertunnel fortzusetzen", erläuterte das Bauamt.
Da eine Änderung der Haltung nicht zu erwarten sei, habe das Bauamt am Freitag seinerseits den Vertrag gekündigt. Das sei notwendig, um keine weitere Zeit zu verlieren und schnellstmöglich eine neue Baufirma mit der Fortführung der Bauarbeiten beauftragen zu können.
"Es ist unser Hauptfokus, die Arbeiten so zeitnah wie möglich weiterzuführen", sagte Bauamtssprecher Michael Meister. "Wir sind dran. Wir lassen nichts unversucht." Sollte die Firma die Arbeiten doch wieder aufnehmen wollen, werde man sich dem nicht verschließen.
