
SPD-Generalsekretär: AfD-Sieg in Sachsen "kein Naturgesetz"
n-tv
Leipzig (dpa/sn) - Die sächsische SPD hat sich angesichts hoher Umfragewerte für die AfD im Freistaat ernüchtert gezeigt. Zugleich wittern die Sozialdemokraten die Chance, zur Bundestagswahl an der CDU im Land vorbeizuziehen. "Es ist kein Naturgesetz, dass die AfD stärkste Kraft wird, genauso wie es kein Naturgesetz war, dass die CDU auf immer und ewig Sachsen dominiert", erklärte Generalsekretär Henning Homann am Samstag.
In einer aktuellen Insa-Umfrage zur Bundestagswahl kam die AfD in Sachsen auf 26 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die AfD vorn gelegen, wenn auch nur knapp (27,0 Prozent). Auf die Union entfielen laut der Umfrage im Auftrag der "Leipziger Volkszeitung" nur 18 Prozent (2017: 26,9). Die SPD läge gleichauf mit 18 Prozent (2017: 10,5).
Grundsätzlich spiegeln Wahlumfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Sie sind außerdem immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten zufolge die Gewichtung der erhobenen Daten.

Wenn die schwarz-rote Regierung das Ruder noch einmal herumreißen will, bleibt nach Ansicht von CSU-Chef Söder nur ein kleines Zeitfenster: Angesichts der Wahlen im Herbst müssen mutige Schritte noch vor der Sommerpause gelingen. Beim Spitzensteuersatz zeichnet sich dabei schon der erste größere Dissens ab.












