
Senat fordert Schadenersatz für Toiletten-Pleite
n-tv
"Hamburgs teuerstes Klo wird zugeschüttet!" - meinte der Steuerzahlerbund zur Entscheidung, bei einem millionenschweren Bauprojekt die Reißleine zu ziehen. Der Senat will sich das Geld wiederholen.
Hamburg (dpa/lno) - Der Hamburger Senat will Bauunternehmen für den Millionenschaden an einer nicht weiter nutzbaren Toilettenanlage an der Mönckebergstraße haftbar machen. "Im Fall der Toilettenanlage auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz liegt eindeutig ein Fremdverschulden einiger ausführender Baufirmen vor", schreibt der Senat in seiner Antwort auf eine schriftliche Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Kaja Steffens, über die zuerst die "Hamburger Morgenpost" berichtet hatte.
Mitte Oktober hatte die Entscheidung von Stadtreinigung (SRH) und Umweltbehörde, die mehr als zwei Millionen Euro teure unterirdische Anlage nach nur drei Monaten Betriebszeit und einem Wasserschaden zuzuschütten, für Wirbel gesorgt.
Die Kosten für die Anlage belaufen sich den Senatsangaben zufolge bisher schon auf 2,2 Millionen Euro. Darin noch nicht enthalten: "die Verfüllung des unterirdischen Hohlraumes mit Herrichtung der Oberfläche". Die Kosten seien dem Projekt noch hinzuzurechnen.
