Selenskyj sieht Ukraine "zehn Prozent" von Abkommen entfernt
ZDF
Die Ukraine will ein Kriegsende, betont Präsident Selenskyj in seiner Neujahrsansprache. Die wichtigsten Fragen seien aber noch offen.
"Zehn Prozent" zu einem Abkommen, an denen "das Schicksal des Friedens" hängt: Die Ukraine wolle ein Kriegsende, betont Selenskyj. Die wichtigsten Fragen seien aber noch offen. Die Ukraine ist laut Präsident Wolodymyr Selenskyj "zehn Prozent" von einem Abkommen zur Beendigung des Krieges mit Russland entfernt - allerdings sind seinen Angaben nach die wichtigsten Fragen noch offen. "Das Friedensabkommen ist zu 90 Prozent fertig. Zehn Prozent bleiben", sagte Selenskyj in einer Neujahrsansprache. Diese restliche Verhandlungsmasse seien "die zehn Prozent, die das Schicksal des Friedens, das Schicksal der Ukraine und Europas bestimmen werden", fügte er hinzu. Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von X nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server von X übertragen. Über den Datenschutz dieses Social Media-Anbieters können Sie sich auf der Seite von X informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in den Datenschutzeinstellungen. Ihre Zustimmung können Sie im Bereich „Meine News“ jederzeit widerrufen. Selenskyj sagte, sein Land wolle ein Ende des Krieges, aber nicht "um jeden Preis". Ein Abkommen müsse starke Sicherheitsgarantien beinhalten, um Russland von einer erneuten Invasion abzuhalten. Der russische Präsident Wladimir Putin betonte in seiner Neujahrsansprache, er glaube an einen Sieg Russlands. Von den Verhandlungen mit den USA über eine Beendigung des Krieges oder der Hoffnung auch vieler Russen auf Frieden war indes keine Rede in der Botschaft. Wenige Stunden vor der Veröffentlichung von Selenskyjs Ansprache telefonierte unter anderem der US-Sondergesandte Steve Witkoff mit ukrainischen und europäischen Sicherheitsberatern. Thema sollen erneut die nächsten Schritte zur Beendigung des seit fast vier Jahren andauernden Krieges gewesen sein. Die diplomatischen Bemühungen für ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hatten sich zuletzt wieder intensiviert. Nach einem Treffen zwischen Selenskyj und US-Präsident Donald Trump in dessen Privatresidenz in Florida am Sonntag hatte der vermittelnde Gastgeber von "großen Fortschritten" bei den Verhandlungen gesprochen. Besonders umstrittene Territorialfragen sind jedoch weiterhin nicht gelöst.
