
Schallenberg rechnet mit Kurz' Rückkehr
n-tv
Als Österreichs Ex-Kanzler Kurz wegen Korruptionsvorwürfen zurücktritt, ist Schallenberg zur Stelle und löst ihn als Regierungschef ab. Der neue Kanzler glaubt fest an die Unschuld von Kurz - und dass dieser zurückkehren wird.
Österreichs neuer Bundeskanzler Alexander Schallenberg sieht seinen Amtsvorgänger zu Unrecht von der Wiener Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft beschuldigt. Im Gespräch mit dem "Spiegel" sagte Schallenberg, er sei überzeugt, "dass strafrechtlich nichts übrig bleiben wird, was Sebastian Kurz betrifft".
Der am 9. Oktober vereidigte Regierungschef rechnet mit einer Rückkehr seines Vorgängers: "Kurz kann absolut wieder zurück in die Politik." Für Schallenberg ist Kurz "jemand, der sehr wohl die enorme Verantwortung wahrgenommen hat, schon als Außenminister". Von den Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft gegen Kurz war er trotzdem überrascht. Allerdings führe "nicht jede Anschuldigung zu einer Anklage, nicht jede Klage zu einer Verurteilung".

Wenn die schwarz-rote Regierung das Ruder noch einmal herumreißen will, bleibt nach Ansicht von CSU-Chef Söder nur ein kleines Zeitfenster: Angesichts der Wahlen im Herbst müssen mutige Schritte noch vor der Sommerpause gelingen. Beim Spitzensteuersatz zeichnet sich dabei schon der erste größere Dissens ab.












