
Rosa Rauschen gegen Lärm laut Studie schlechter als Ohrstöpsel
n-tv
Lärm etwa durch Straßenverkehr vorm Fenster stört viele beim Schlafen. Ein Hintergrundrauschen soll da Abhilfe schaffen. Eine Studie zeigt aber eine mögliche Gefahr auf, zumindest beim Rosa Rauschen, und rät zu einer anderen Schlafhilfe.
Lärm etwa durch Straßenverkehr vorm Fenster stört viele beim Schlafen. Ein Hintergrundrauschen soll da Abhilfe schaffen. Eine Studie zeigt aber eine mögliche Gefahr auf, zumindest beim Rosa Rauschen, und rät zu einer anderen Schlafhilfe.
Gegen nächtlichen Lärm setzen viele Menschen auf sanfte Dauergeräusche wie das sogenannte Rosa Rauschen, das an leisen Regen erinnert. Eine Studie zeigt nun darin keinen großen Nutzen - wohl aber eine besondere Gefahr. Simple Ohrstöpsel seien hilfreicher gegen Lärm, berichtet die Gruppe im Fachjournal "Sleep".
Es gibt mehrere Hypothesen, warum ein Rauschen den Schlaf fördern könne. In erster Linie solle es andere Geräusche überdecken und dadurch deren Potenzial verringern, den Schlaf zu stören, schreibt das Team. Zudem solle es selbst schlaffördernd sein oder könne Teil eines Schlafrituals sein.
Anstatt die Auswirkungen von Umweltlärm auf den Schlaf zu mindern, verschlechterte das Rosa Rauschen (Pink Noise) in dieser Studie die Schlafstruktur sogar weiter, berichtet die Gruppe um Mathias Basner von der University of Pennsylvania in Philadelphia.
Das Team hatte 25 gesunde Erwachsene untersucht, die nach einer Eingewöhnungsnacht weitere sechs Nächte in einem Schlaflabor schliefen. Jeder von ihnen hatte in unterschiedlicher Reihenfolge eine weitere ruhige Nacht sowie Nächte mit Umgebungslärm, Rosa Rauschen, Ohrstöpseln oder Kombinationen davon. In ihren Lärmnächten wurden die Probanden mehrfach mit einzelnen Geräuschen beschallt, etwa von Jets, Hubschraubern, Drohnen, Autos, Zügen oder Alarmsignalen.
