
Passagiere dürfen Kreuzfahrtschiff "Norwegian Dawn" verlassen
n-tv
An Bord sind mehr als 3000 Menschen. Weil rund 15 davon an Durchfall und Erbrechen leiden, durfte das Kreuzfahrtschiff nicht wie geplant auf Mauritius anlegen. Aus Angst vor Cholera wollte die Hafenbehörde rund 2000 Passagiere nicht von Bord gehen lassen. Nun lenkt sie ein.
Für die Passagiere des Kreuzfahrtschiffes "Norwegian Dawn" ist ein Ende des unfreiwilligen Zwischenstopps vor der ostafrikanischen Insel Mauritius wegen Cholera-Verdachts in Sicht. Nach einem Treffen der Behörden des Inselstaates hieß es, das Schiff dürfe anlegen. Am Dienstagmorgen um 6.00 Uhr Ortszeit sollen demnach nun die ersten Passagiere von Bord gehen dürfen.
Vorausgegangen war eine unfreiwillige Verzögerung der Kreuzfahrt von Südafrika über Madagaskar und La Réunion nach Mauritius. Nach einer Reihe von Magen-Darm-Erkrankungen an Bord der "Norwegian Dawn" verweigerten die Behörden in Mauritius dem Schiff das für Sonntag geplante Anlegen im Hafen der Hauptstadt Port Louis. Zuvor hatte bereits die französische Insel La Réunion das Schiff abgewiesen. Das südliche Afrika erlebt derzeit einen der schwersten Cholera-Ausbrüche seit Jahren.
Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums hatten am Sonntagmorgen Proben von rund 15 Menschen an Bord genommen. Mit dem Ergebnis der Untersuchung wird am Dienstag gerechnet. Laut Behördenkreisen sollen mindestens 14 Passagiere sowie ein Besatzungsmitglied an Durchfall und Erbrechen leiden. Sie seien in ihren Zimmern isoliert. Für die Passagiere, die nicht unter Krankheitssymptomen leiden, ist eine unfreiwillige Ruhepause angesagt. "Joggen, Essen, Entspannen", erfuhr ein Reporter zu den aktuellen Beschäftigungen an Bord. Die Die Reederei hatte Hotlines für ihre Gäste angeboten, um Fragen nach der Umbuchung der weiteren Heimreise zu klären.
