
Mutmaßliche IS-Anhängerinnen: Deutsche Frauen und ihre Kinder aus syrischem Lager zurückgeholt
Frankfurter Rundschau
Am Donnerstag landen deutsche Frauen mit ihren Kindern aus Syrien in Frankfurt. Ein Großteil der mutmaßlichen IS-Anhängerinnen wird nach der Rückkehr inhaftiert.
Berlin/Frankfurt - Acht deutsche mutmaßliche IS-Anhängerinnen sowie deren Kinder hat die Bundesregierung aus dem Nordosten Syriens nach Deutschland geholt. Die Frauen sowie 23 Kinder seien in der Nacht zum Donnerstag (07.10.2021) auf dem Frankfurter Flughafen gelandet, teilte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) in Berlin mit. Ein Großteil der Mütter müsste sich nun vor der Strafjustiz verantworten, sie seien nach ihrer Ankunft inhaftiert worden. Ihre Kinder seien hingegen unverschuldet in eine Notlage geraten.
„Die Kinder trifft keine Schuld an ihrer Lage“, hob Heiko Maas in der Mitteilung hervor. Es sei daher „richtig, dass wir alles dafür tun, ihnen ein Leben in Sicherheit und einem guten Umfeld zu ermöglichen“.
Die Rückholung hatte Deutschland laut Maas gemeinsam mit Dänemark organisiert, das demnach 14 Kinder und drei Frauen aus Syrien zurückholte. Die USA leisteten laut Auswärtigem Amt logistische Unterstützung. Maas dankte beiden Partnerländern sowie der kurdischen Selbstverwaltung in Nordostsyrien. „Nicht nur für uns, sondern für alle Beteiligten war die Aktion ein Kraftakt“, betonte der Minister.













