
Minister: Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl ist an der Grenze
n-tv
Erfurt (dpa/th) - Thüringens Migrationsminister Dirk Adams sieht die Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl "an seiner Grenze angelangt". Das sagte der Grünen-Politiker der "Thüringer Allgemeinen". "Aktuell sind dort 1214 Menschen untergebracht." Die Kapazität liegt mit 1350 Plätzen nur leicht darüber. Vor zwei Wochen seien die Landkreise deshalb informiert worden, dass sie etwa 260 Menschen pro Woche aus Suhl aufnehmen müssten.
Die Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl ist das zentrale Objekt des Landes für die Unterbringung von Flüchtlingen in den ersten Tagen oder Wochen nach deren Ankunft in Thüringen. Neben ukrainischen Kriegsflüchtlingen, die dort meist nur wenige Tage verbringen, leben auf dem Areal beispielsweise auch Asylbewerber aus Afghanistan und Syrien.
Adams rechnet damit, dass im Oktober und November viele weitere Schutzsuchende kommen werden. "Wir dürften also bis Ende des Jahres auf mindestens 40.000 Einreisen kommen - das sind 10.000 mehr als im sogenannten Flüchtlingsjahr 2015. Das kann auch zwischenzeitlich dazu führen, dass mehr Turnhallen belegt werden müssen." Man tue aber alles dafür, dass es nicht dazu komme und suche nach geeigneten Immobilien.

Wenn die schwarz-rote Regierung das Ruder noch einmal herumreißen will, bleibt nach Ansicht von CSU-Chef Söder nur ein kleines Zeitfenster: Angesichts der Wahlen im Herbst müssen mutige Schritte noch vor der Sommerpause gelingen. Beim Spitzensteuersatz zeichnet sich dabei schon der erste größere Dissens ab.












