
Minister beklagt "Lobbyismus im Namen der Fleisch-Wurst"
n-tv
Das EU-Parlament will vegetarischen Schnitzeln und Würstchen den Namen verbieten. Niedersachsens Wirtschaftsminister schmeckt das gar nicht.
Straßburg/Hannover (dpa/lni) - Im EU-Parlament in Straßburg ging es um die Wurst: Dürfen Würstchen, Schnitzel oder Burger noch so heißen, wenn kein Fleisch im Essen steckt? Die Europaparlamentarier sagen: Nein.
Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne geht das gehörig gegen den Strich. "Hier geht es wohl eher um Kulturkampf und Lobbyismus im Namen der Fleisch-Wurst", poltert der SPD-Politiker. "Das sollte aufhören."
Die Debatte über Fleisch-Wurst oder Tofu-Wurst sei Wasser auf die Mühlen der EU-Kritiker: "Es gibt eine berechtigte Erwartungshaltung, dass sich in der EU um wirklich relevante Themen gekümmert wird. Das ist hier erkennbar nicht der Fall." Die Verbraucher seien sehr gut in der Lage zu entscheiden, welches Produkt mit welchen Inhalten sie kaufen.

Wenn die schwarz-rote Regierung das Ruder noch einmal herumreißen will, bleibt nach Ansicht von CSU-Chef Söder nur ein kleines Zeitfenster: Angesichts der Wahlen im Herbst müssen mutige Schritte noch vor der Sommerpause gelingen. Beim Spitzensteuersatz zeichnet sich dabei schon der erste größere Dissens ab.












