
Martina Klement - Berliner Digital-Star geht nach Potsdam
n-tv
Chatbot statt Fax, Bürgernähe statt Behörden-Ping-Pong: Klement krempelte Berlins Verwaltung um. Nun soll sie Brandenburg digitalisieren - als Ministerin. Was auf die bayerische Schwäbin zukommt.
Chatbot statt Fax, Bürgernähe statt Behörden-Ping-Pong: Klement krempelte Berlins Verwaltung um. Nun soll sie Brandenburg digitalisieren - als Ministerin. Was auf die bayerische Schwäbin zukommt.
Berlin/Potsdam (dpa/bb) - Schon die bisherige Amtsbezeichnung von Martina Klement klingt gewaltig: Chief Digital Officer durfte sich die 45-Jährige in der Berliner Senatskanzlei nennen, dazu Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung. Doch auch ihr Job umfasste gewaltige Aufgaben.
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) holte die aus Bayerisch-Schwaben stammende Juristin 2023 ins Amt, um die als ineffizient, bürgerfern und bräsig geltende Berliner Verwaltung auf Vordermann zu bringen. CSU-Frau Klement sollte dafür sorgen, dass digitale Lösungen Aktenberge aus Papier und Faxgeräte ablösen. Und dass das berüchtigte Berliner Behörden-Ping-Pong aufhört, das Hin- und Herschieben von Zuständigkeiten zwischen Behörden.
Klement lieferte - da sind sich auch Vertreter anderer Parteien und der Opposition einig. Unter ihrer Ägide gelang es, inzwischen 400 Dienstleistungen der Verwaltung zu digitalisieren. Elektronische Wohnsitzanmeldung, An- und Ummeldung von Kraftfahrzeugen, Meldebescheinigung, Anwohnerparkausweis oder Baugenehmigung beantragen - dank Service-Portal, App und KI-Chatbot muss deswegen niemand mehr aufs Amt.
Seit dem Vorjahr können Termine im Bürgeramt kurzfristig gebucht werden. Was andernorts schon lange selbstverständlich ist, gilt in der 3,9 Millionen Einwohner zählenden Metropole als eine Art Revolution.













