Machtwechsel im Skispringen: Die Gründe für die Revolution
ZDF
Einstige DSV-Überflieger wie Andreas Wellinger oder Karl Geiger sind in der Krise, Felix Hoffmann die neue Nummer 1. Gründe für den Machtwechsel.
Einstige Überflieger wie Andreas Wellinger oder Karl Geiger sind in der Krise, Felix Hoffmann ist die neue Nummer 1. Das sind die Gründe für den Machtwechsel im Skispringen. Andreas Wellinger schüttelte im Hexenkessel von Innsbruck wieder mal enttäuscht den Kopf. Der Doppel-Olympiasieger hat genau wie der fünfmalige Weltmeister Karl Geiger bei der 74. Vierschanzentournee noch nicht einmal das Finale der besten 30 erreicht. Dafür übernahm mit dem in allen drei Tournee-Springen besten Deutschen Felix Hoffmann ein Mann aus der zweiten Reihe die Macht im Team. Ein Nobody genau wie Bergisel-Sieger Ren Nikaido (Japan), während Domen Prevc (Slowenien) mit gigantischem Vorsprung vor dem Finalspringen in Bischofshofen am Mittwoch dem Gesamtsieg beim Skisprung-Grand-Slam entgegenfliegt. Es ist eine echte Revolution im Skispringen: Die Machtverhältnisse im Flugsport sind komplett auf den Kopf gestellt und das hat vor allem etwas mit Material-(Kontrollen) zu tun. Dass die Flug-Stars der Vergangenheit in diesem Winter straucheln, ist kein deutsches Phänomen - auch in anderen Top-Teams drängen neue, junge Gesichter in die Toppositionen. In Österreich schiebt der 19 Jahre alte Tournee-Gesamtdritte Stephan Embacher eine Skisprung-Legende wie Stefan Kraft in den Hintergrund. In Polen hat der 18-jährige Kacper Tomasiak die Nummer 1 vom je dreimaligen Olympiasieger und Tourneesieger Kamil Stoch übernommen. Und in Japan fliegt jetzt Ren Nikaido (24) statt des dreimaligen Tourneesiegers Ryoyu Kobayashi voran. Der Grund: Viele arrivierte Springer wie Geiger oder auch Wellinger aus dem deutschen Team kamen in der Vergangenheit durch größere Anzüge in der Luft besser zurecht. Sie konnten mit breiten Beinen den Anzug im Flug spannen und Fläche machen.











