
Münchner Publikum pfeift Spaniens Cucurella wütend aus
n-tv
Die deutschen Fußball-Fans verzeihen nicht - zumindest nicht dem spanischen Fußball-Nationalspieler Marc Cucurella. Der Verteidiger wird vom Münchner Publikum im EM-Halbfinale gegen Frankreich bei jedem Ballkontakt gnadenlos mit Pfiffen und Buhrufen bedacht.
Marc Cucurella hat ein Problem: sein Markenzeichen, die auffällige Lockenpracht. Während der spanischen Nationalmannschaft den Sprung ins Finale der Europameisterschaft gelingt, hat sich das Publikum in München ausgerechnet einen ausgesucht, der beim 2:1-Erfolg über Frankreich gar nicht negativ auffällt: den Linksverteidiger der Furia Roja.
Schon vor dem Anpfiff konnte man rund um die Münchner Arena viele im Deutschlandtrikot ausmachen, im Stadion konnte man sie dann hören. Denn die meisten Fans des DFB-Teams offenbarten sich als schlechte Verlierer. Bei jeder seiner Aktionen pfiffen sie Cucurella aus. Jeder Pass, jeder Einwurf, jedes Mal, wenn der 25-Jährige auf den großen Leinwänden gezeigt wurde: laute Pfiffe und Buhrufe im Stadion. Manche hielten dieses peinliche Schauspiel tatsächlich bis zum Ende durch.
Aber warum? Im Viertelfinale gegen das DFB-Team war Cucurella derjenige, dem in der 119. Minute der Schuss von Jamal Musiala an den Arm ging. Was wäre nur gewesen? So manchem Fan mit dem Deutschlandtrikot ließ diese Frage nicht mehr los. Am Freitagabend in Stuttgart blieb im Viertelfinale der VAR stumm, Schiedsrichter Anthony Taylor schaute sich die Szene auch nicht mehr am Monitor an. Die Debatte war dagegen umso lauter - unter Experten, Spielern und eben Fans.
