
Lula startet Milliardenfonds für Tropenwald
n-tv
Brasiliens Präsident Lula stellt beim UN-Klimagipfel einen neuen Plan zum Schutz der Tropenwälder vor. Er will Staaten mit Prämien für erhaltene Wälder belohnen und sie für Abholzung bestrafen. Überprüft würde dies mit Satellitenbildern.
Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat als Gastgeber des diesjährigen Klimagipfels den Startschuss für einen neuen milliardenschweren Fonds zum Schutz der Tropenwälder gegeben. Erstmals würden Länder des Globalen Südens eine führende Rolle bei einem Programm zum Waldschutz übernehmen, sagte Lula bei einem Treffen der Staats- und Regierungschefs im brasilianischen Belém, wo in der nächsten Woche die UN-Klimakonferenz COP30 beginnt.
Die brasilianische Regierung schlägt dabei ein neues Modell vor: Länder, die ihre Tropenwälder erhalten, werden belohnt. Jährlich könnte der Fonds "Tropenwälder für immer" (TFFF) nach einiger Anlaufzeit rund vier Milliarden US-Dollar ausschütten - fast das Dreifache des derzeitigen Volumens internationaler Wald-Finanzhilfen.
