
Linken-Vorsitzende: Mangelnde Anteilnahme spaltet Stadt
n-tv
Aus Solidarität mit Israel weht vor dem Roten Rathaus die Flagge des jüdischen Staates. Das Leid der Zivilbevölkerung in Gaza findet aus Sicht der Linken-Chefin zu wenig Beachtung.
Berlin (dpa/bb) - Linken-Vorsitzende Kerstin Wolter wirft Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) zu wenig Anteilnahme für die Menschen in Gaza vor. Sie sei erschüttert über die "Kaltherzigkeit im Roten Rathaus", sagte Wolter im Interview der "Berliner Morgenpost".
"Dass Kai Wegner sich nach fast zwei Jahren Gazakrieg nicht auch um die palästinensische Community kümmert, kein Wort der Anteilnahme findet oder mal ein Treffen mit Familien macht, die in Gaza Angehörige verloren haben, das spaltet diese Stadt, statt sie zu verbinden", so Wolter im Interview der Zeitung.
Sie wiederholte den Vorschlag, vor dem Raten Rathaus neben der Israel-Flagge auch die Fahne der Palästinenser zu hissen. Sie habe dafür plädiert, "um ein klares Signal der Anteilnahme mit den Menschen in Gaza auszusenden", sagte die Politikerin. Ähnlich hatte sich auch der Grünen-Landesvorsitzende Philmon Ghirmai geäußert.
