
Landtag gibt grünes Licht für leichtere Jagd auf Wölfe
n-tv
Lang und heftig wurde bei CSU und Freien Wählern über das neue Jagdgesetz für Bayern gestritten. Jetzt hat es die letzte Hürde genommen. Warum vor allem die neuen Abschussregeln Kritik ernten.
Lang und heftig wurde bei CSU und Freien Wählern über das neue Jagdgesetz für Bayern gestritten. Jetzt hat es die letzte Hürde genommen. Warum vor allem die neuen Abschussregeln Kritik ernten.
München (dpa/lby) - Nach langem Streit zwischen CSU und Freien Wählern hat der Landtag grünes Licht für das neue Jagdgesetz in Bayern gegeben. Durch die Reform, die am Donnerstag letztlich mit den Stimmen der beiden Regierungsfraktionen beschlossen wurde, wird unter anderem der Wolf und mit ihm auch der Goldschakal ins Landesjagdrecht aufgenommen. Vor allem der eigentlich artenschutzrechtlich geschützte Wolf soll dadurch - zum Schutz von Weidetieren wie Schafen - künftig leichter abgeschossen werden dürfen.
Der für die Jagd zuständige Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) betonte vor dem Beschluss im Landtag, er halte die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht für zwingend notwendig. Nach den Regeln dort werde er "hoffentlich ordentlich gemanagt". Man werde den Wolf bejagen, wo er Schaden anrichte - und sonst in Ruhe lassen. Auch kranke Tiere könne man im Sinne des Artenschutzes töten.
Beschlossen wurde das neue Gesetz letztlich mit Stimmen der CSU, der Freien Wähler und der AfD. Die Fraktion der Grünen stimmte entschlossen dagegen, die SPD enthielt sich.
Zudem definiert das Gesetz neue Regeln für die Abschussplanung der Behörden in Bayern. Diese gibt vor, wie viel Rehwild geschossen werden muss, um Wälder vor Wildverbiss zu schützen. Hierbei sollen Jäger und Grundbesitzer vor Ort mehr Raum für eigene Entscheidungen bekommen, behördliche Eingriffe sollen reduziert werden. Die Abschussplanung soll aber als Grundlage bestehen bleiben, niemand werde verpflichtet, die neu geschaffenen Freiräume zu nutzen. Sollte sich abzeichnen, dass in einem Revier zu viel oder zu wenig Wild geschossen wird, sollen Behörden weiter eingreifen können.













