
Kreml-Truppen droht Einkesselung in Lyman
n-tv
Während Moskau Abstimmungen fälscht, um sich besetzte ukrainische Gebiete einzuverleiben, verlieren die Kreml-Truppen im Osten weiter an Boden. Der Verkehrsknotenpunkt Lyman in Donezk ist fast eingekreist, berichten russische Militärblogger alarmiert.
Im ostukrainischen Gebiet Donezk droht den russischen Truppen offenbar eine Einschließung durch die ukrainische Armee. Russische Kriegsreporter berichteten am Nachmittag von erfolgreichen ukrainischen Vorstößen nordöstlich und östlich der Kleinstadt Lyman. Sollte die Siedlung Torske zurückerobert werden, droht den Russen eine Abschneidung der Verbindungswege von Lyman nach Kreminna und Swatowe im Luhansker Gebiet. Die Straßen stehen bereits unter Beschuss durch die ukrainische Artillerie.
Militärisch ist die Kleinstadt Lyman für die russischen Streitkräfte von großer Bedeutung. Das Ende Mai von den Kreml-Truppen eroberte Lyman ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt auf der Straße und auf der Schiene. Hier wird der Nachschub umgeschlagen, den die Truppen in der gesamten Ostukraine brauchen.
Auch bei der Stadt Kupjansk im Gebiet Charkiw ist mit Kiwschariwka mindestens ein weiterer Ort auf der Ostseite des Flusses Oskil ukrainischen Angaben zufolge zurückerobert worden. Erst am Dienstag gab es Berichte von weiteren ukrainischen Vorstößen am Oskil-Ufer. Die Siedlung Pisky-Radkiwski stehe wieder unter ukrainischer Kontrolle, teilte die Verwaltung der Gemeinde Borowa bei Telegram mit. Dazu wurden Fotos von zerstörter russischer Technik gezeigt. Vor dem russischen Einmarsch am 24. Februar hatte die Siedlung etwa 2000 Einwohner.

Wenn die schwarz-rote Regierung das Ruder noch einmal herumreißen will, bleibt nach Ansicht von CSU-Chef Söder nur ein kleines Zeitfenster: Angesichts der Wahlen im Herbst müssen mutige Schritte noch vor der Sommerpause gelingen. Beim Spitzensteuersatz zeichnet sich dabei schon der erste größere Dissens ab.












