
Kreise wappnen sich gegen Schweinepest: Im Ernstfall Zaunbau
n-tv
Stade (dpa/lni) - Fünf niedersächsische Landkreise haben Vorkehrungen für den Fall getroffen, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) nach Niedersachsen eingeschleppt werden sollte. Das Bundesland blieb zwar bislang anders als Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen verschont. Die Gefahr der Einschleppung der ASP sei aber unverändert hoch, warnte das Veterinäramt des Landkreises Stade am Freitag.
Zur Vorbeugung schlossen die Kreise Cuxhaven, Osterholz, Rotenburg (Wümme), Stade und Verden eine Art Stand-by-Vertrag mit einer in der Region ansässigen Zaunbaufirma. Die Firma verpflichtete sich für den Ernstfall, nach den Vorgaben des Tierseuchenkrisenzentrums Material für 25 Kilometer elektrischen Zaun sowie 50 Kilometer festen Zaun vorzuhalten und binnen 24 beziehungsweise 72 Stunden an den Ausbruchsort zu liefern.
Auch das Land Niedersachsen beschaffte den Angaben zufolge Zäune, auf die die zuerst betroffene Region Zugriff hätte. Für den Menschen ist die ansteckende Tierseuche ungefährlich. Bei Haus- und Wildschweinen hingegen verläuft sie meist tödlich. Die Folge seien großes Tierleid und enorme wirtschaftliche Verluste, so der Landkreis.
Im September 2020 wurde die ASP bei einem Wildschwein in Brandenburg und damit erstmalig in Deutschland nachgewiesen. Seitdem breitete sich die Tierseuche bei Wildschweinen dort, aber auch in Sachsen und in Mecklenburg-Vorpommern weiter aus. Aktuell sei die Seuche bis auf 33 Kilometer an Niedersachsen herangerückt, informierte das Veterinäramt. Bei der Bekämpfung der Seuche habe sich in den betroffenen Bundesländern die Errichtung von Zäunen bewährt, um die Verbreitung zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen.

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