
Jim Jarmusch über „Father Mother Sister Brother“ – „Es ist mühsam, etwas mühelos erscheinen zu lassen“
Frankfurter Rundschau
Ab heute im Kino: Jim Jarmusch über seinen Film „Father Mother Sister Brother“ und die Arbeit mit Freunden.
Auch beim vergangenen Filmfestival von Venedig wusste der große Außenseiter des US-Kinos zu überraschen: Er gewann den Goldenen Löwen mit einem zärtlichen Gegenentwurf zu konfliktreichen Familienfilmen. „Father Mother Sister Brother“ ist ein ebenso leicht wie minutiös komponierter Episodenfilm über die Doppelbödigkeit familiärer Kommunikation. Was mag lauern hinter den vielen guten Wünschen, dem „Gut siehst du aus!“, „Wie schön, dass es dir gut geht“? Würde Tom Waits seinen von Adam Driver gespielten Sohn, wie der es befürchtet, als er mit der Schwester (Mayim Bialik) zu Besuch kommt, wieder um Geld anbetteln? Dann aber sieht es so aus, als verstecke er eine Rolex-Uhr unter dem Hoodie-Ärmel, als er demütig die Gabe seiner Kinder entgegennimmt, eine Kiste mit Einkäufen aus dem Supermarkt. Wir sprachen mit dem Filmemacher über die Mühen mit der Leichtigkeit.









