
Jagd-Bilanz: Wachsende Wildbestände im geschädigten Wald
n-tv
Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Borkenkäferfraß und die dadurch entstandenen massenhaften Waldschäden haben sich für einige Wildbestände als nützlich erwiesen. Im Jagdjahr 2022/23 seien in Nordrhein-Westfalen neue Höchstwerte bei Reh-, Sika- und Muffelwild erreicht worden, teilte das Landwirtschaftsministerium am Donnerstag in Düsseldorf mit. Wo früher hohe Bäume gestanden hätten, gebe es nun viel mehr Flächen mit großem Lichteinfall, Sträuchern und Krautpflanzen. Das biete energiereiches Futter für die Wildbestände.
Beim Rehwild sei im abgeschlossenen Jagdjahr mit mehr als 125.000 Tieren ein neuer Rekord und zum vierten Mal in Folge ein sechsstelliger Wert verzeichnet worden. Beim Schwarzwild gebe es allerdings mit knapp 30.000 Tieren rund 40 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr. "Ein solcher Rückgang kann zyklischen Schwankungen in der Wildschweinpopulation unterliegen und in der nächsten Jagdperiode wieder ansteigen", erklärte das Ministerium. Einen leichten Rückgang habe es auch beim Rotwild gegeben.
Mittlerweile seien die Wälder in NRW auf einer Fläche von 142.000 Hektar geschädigt. Eine zu hohe Wildtier-Population gefährde die Wiederbewaldung, weil frisch eingepflanzte Bäume häufig gefressen würden. Daher sei eine effektive Jagd für das Gleichgewicht von Wald und Wild auch in den kommenden Jahren erforderlich.

Wenn die schwarz-rote Regierung das Ruder noch einmal herumreißen will, bleibt nach Ansicht von CSU-Chef Söder nur ein kleines Zeitfenster: Angesichts der Wahlen im Herbst müssen mutige Schritte noch vor der Sommerpause gelingen. Beim Spitzensteuersatz zeichnet sich dabei schon der erste größere Dissens ab.












