In diesen Kleidungsstücken enthüllt sich die Welt
Die Welt
Eine Ausstellung in Hamburg zeigt die Garderoben von sieben Frauen aus zwei Jahrhunderten. Eine Spuren- und Schatzsuche, die beweist: Kleider können so spannend sein wie Romane – und berühren.
Dem Online-Magazin „Business of Fashion“ sagte Miuccia Prada dieser Tage: „Ich habe mich nie für Modegeschichte interessiert, sondern für die Leben der Menschen.“ Nachdem sie kürzlich ihre neue Kollektion vorgestellt hat, sollte sich Signora Prada unbedingt auf den Weg nach Hamburg machen. Denn die Ausstellung „Dressed“ im Museum für Kunst und Gewerbe zeigt, dass Mode und Leben aufs Engste und Spannendste miteinander verwoben sind.
Die Idee ist einfach und einleuchtend. Anhand von sieben Frauen und ihren Kleidern, Schmuckstücken, Accessoires wird die Stilgeschichte der letzten 200 Jahre schlaglichtartig erzählt. Die großen Kriege und Krisen spiegeln sich hier ebenso wie gesellschaftlicher Fortschritt: von Taghauben und Tüllärmeln mit Maschinenspitze bis zu den skulpturalen Kleidern von Comme des Garçons ist es nicht nur ästhetisch ein großer Schritt. Vor allem zeigt sich an diesem Kontrast, wie stark sich Leben und Selbstverständnis von Frauen gewandelt haben.
