Horngacher geht: So steht es um seine Nachfolge
ZDF
Stefan Horngacher gibt seinen Posten als Skisprung-Bundestrainer zum Saisonende nach sieben Jahren auf. Wer sind die Favoriten auf seinen Posten?
Stefan Horngacher gibt seinen Posten als Skisprung-Bundestrainer zum Saisonende nach sieben Jahren auf. Wer sind die Favoriten auf seinen Posten? Stefan Horngacher wirkt in diesen Tagen als Bundestrainer der deutschen Skispringer noch angespannter als sonst. Das hat aber nicht vordringlich damit zu tun, dass es wohl auch bei seiner siebten und letzten Vierschanzentournee als deutscher Chefcoach nicht mit dem ersten Gesamtsieg klappen wird. Sondern vor allem mit der Krise der einstigen Überflieger Andreas Wellinger, Karl Geiger und Pius Paschke. "Wir müssen sie wieder auf Vordermann bringen, schließlich gehören sie zu den besten Skispringern der Welt. Wir müssen Schritt für Schritt gehen, wir wollen bei der Skiflug-WM in Oberstdorf eine Teammedaille und dann steht ja auch noch Olympia an", so Horngacher, der schon Ende Oktober seinen Rücktritt zu Saisonende angekündigt hatte. Wenn der Österreicher zurückblickt, ist die Bilanz gemischt. "Wir haben in meiner Trainerzeit viele schöne Dinge erlebt, Siege und Medaillen gewonnen. Aber auch schwierige Zeiten gehabt, wie jetzt gerade", sagt Horngacher im ZDF-Interview. Zu den bemerkenswerten Erfolgen unter Horngacher gehörten seit seinem Amtsantritt 2019 die drei Goldmedaillen bei der Heim-WM 2021 in Oberstdorf. Es gab aber auch Enttäuschungen wie Olympia 2022 in Peking mit nur einer Team-Bronzemedaille. Größter Makel ist, dass die deutschen Skispringer nunmehr seit 24 Jahren auf einen Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee warten. Das war ein wichtiges Ziel für Horngacher - schließlich war ihm das als polnischer Cheftrainer mit Kamil Stoch gelungen. Während Felix Hoffmann und Philipp Raimund die letzten Hoffnungen auf einen Podestplatz bei der laufenden 74. Vierschanzentournee sind, sucht der Deutsche Skiverband (DSV) im Hintergrund schon den Nachfolger für den Österreicher.
