
Gewerkschaften kritisieren Länderhaltung im Tarifstreit
n-tv
Hannover (dpa/lni) - Nach der ergebnislosen zweiten Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder haben die Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen mit Kritik und Enttäuschung reagiert. "Wir sind entsetzt und empört zugleich", hieß es am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung der Gewerkschaften Verdi, GdP, GEW und DGB.
Der Verhandlungsführer der Länder, Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU), habe verkündet, dass es bei der Tarifrunde keine strukturellen Verbesserungen geben solle. Zudem drohe er mit Reallohnverlust für die Beschäftigten. Dies würden die niedersächsischen Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes nicht akzeptieren.
Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die Landesbeschäftigten fünf Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro monatlich, im Gesundheitswesen sogar 300 Euro mehr. Auszubildende, Studierende und Praktikanten sollen monatlich 100 Euro mehr bekommen. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder wies die Forderungen als unrealistisch zurück. Die zweite Runde verlief am Dienstag in Potsdam ergebnislos. Ende November soll weiterverhandelt werden.

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