
Gewalt in Mexiko nach Tod von Drogenboss
n-tv
Bandenmitglieder zünden Autos an und blockieren Straßen, nachdem die mexikanische Armee den Drogenboss "El Mencho" getötet hat. Kanada und die USA rufen die eigenen Bürger auf, sich in Sicherheit zu bringen. US-Fluglinien lassen Jets auf halber Strecke umkehren.
Bandenmitglieder zünden Autos an und blockieren Straßen, nachdem die mexikanische Armee den Drogenboss "El Mencho" getötet hat. Kanada und die USA rufen die eigenen Bürger auf, sich in Sicherheit zu bringen. US-Fluglinien lassen Jets auf halber Strecke umkehren.
Nach der Tötung des berüchtigten Drogenbosses Nemesio "El Mencho" Oseguera Cervantes durch die mexikanische Armee ist es in mehreren Teilen des Landes zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Im westmexikanischen Bundesstaat Jalisco blockierten Bandenmitglieder mehr als 20 Straßen mit brennenden Autos und Lastwagen. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum rief die Bürger zur Ruhe auf.
Zuvor hatte die mexikanische Armee die Tötung von "El Mencho", dem Anführer des mächtigen Drogenkartells Jalisco Nueva Generación, der in Mexiko und im Nachbarland USA auf den Fahndungslisten stand, bekannt gegeben. "El Mencho" sei bei einem Einsatz in der Stadt Tapalpa in Jalisco verletzt worden und auf dem Flug in die Hauptstadt Mexiko-Stadt gestorben, erklärte die mexikanische Armee. Die USA hatten eine Belohnung von 15 Millionen Dollar (12,7 Millionen Euro) für Hinweise zu seiner Ergreifung ausgesetzt.
Die mexikanische Armee arbeitete bei ihrem Einsatz eigenen Angaben zufolge mit "ergänzenden Informationen" von US-Behörden. Neben "El Mencho" seien sechs Bandenmitglieder getötet und drei Soldaten verletzt worden. Zwei Bandenmitglieder seien festgenommen und eine Vielzahl von Waffen beschlagnahmt worden, darunter Raketenwerfer.
In Jalisco, wo in diesem Sommer vier Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft der Männer stattfinden sollen, wurden angesichts der Gewalt alle Veranstaltungen mit großen Menschenansammlungen sowie der Präsenzunterricht für Montag abgesagt. In der Hauptstadt des Bundesstaates, Guadalajara, waren die Straßen nahezu leer, Geschäfte, Apotheken und Tankstellen blieben geschlossen. María Medina, die in einer Tankstelle arbeitet, die in Brand gesteckt wurde, erzählte, bewaffnete Männer seien gekommen und hätten allen befohlen, hinauszugehen. "Ich dachte sie würden uns entführen", sagte Medina.













