
Freiwillige Ausreisen von Asylbewerbern aus NRW gestiegen
n-tv
Die Zahl der freiwilligen Ausreisen von Asylbewerbern ohne Bleibeperspektive aus NRW ist deutlich gestiegen. Zu den häufigsten Rückkehrländern zählt Syrien.
Düsseldorf (dpa/lnw) - Die Zahl der freiwillig aus Nordrhein-Westfalen in ihre Heimatländer zurückkehrenden abgelehnten Asylbewerber ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Das hat die NRW-Landesregierung auf Anfrage mitgeteilt. Die "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ)" hatte zuvor berichtet. Die Hauptausreisestaaten der freiwilligen Rückkehrer sind Syrien, die Türkei, der Irak, Aserbaidschan und Russland.
Zwischen Januar und Oktober 2025 haben demnach 2.122 Asylbewerber das Land freiwillig in Richtung ihrer Heimatländer verlassen. Das entspricht einem Anstieg von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahreszentrum. Damals waren es 1.495 Menschen. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 2.048 Menschen aus NRW freiwillig in ihre Heimatländer ausgereist. Die Zahl war in diesem Jahr also bereits im Oktober überschritten.
Die Landesregierung schaffe wegen der großen Nachfrage 24,5 weitere Stellen in der staatlichen Rückkehrberatung der Zentralen Ausländerbehörden. Dafür stelle das Land knapp 2,8 Millionen Euro zur Verfügung.
