
Frauen gegen Frauen
Die Welt
Von Frauen wird immer noch erwartet, schön zu sein. Egal, ob sie gerade ein Kind zur Welt gebracht haben oder längst Großmutter sind. Karoline Herfurths Kinofilm „Wunderschön“ erzählt von dem Druck, der auf ihnen lastet. Und warum sie daran selbst nicht ganz unschuldig sind.
Die Protagonisten des Films „Wunderschön“ sind Frauen. „Das kann’s doch nicht gewesen sein“, seufzen sie. Oder: „Schon wieder so ein Emanzen-Kram!“ Karoline Herfurths dritte Regiearbeit fungiert als feministisches Thesenstück über den Druck, der auf Frauen lastet.
Falls der Zuschauer das nicht selbst bemerken sollte, weist die Lehrerin (Nora Tschirner) mit dem Zeigestock immer wieder darauf hin. Zum Beispiel anlässlich einer Projektwoche zum Thema weiblicher Schönheit von der Renaissance bis heute. „Ihr seid mehr als eure Körper“, ruft sie ihren Schützlingen aufklärerisch zu. Die Schüler stöhnen erst, staunen dann aber fasziniert, und schlucken, als sie begreifen.
