
Forscher entdecken Ursprung des Goldes in der Tiefsee
n-tv
Seit Jahrhunderten beschäftigen sich Abenteurer und Wissenschaftler mit der Frage, wo Gold seinen Ursprung hat. In der Tiefsee finden Forscher nun die Antwort. Temperatur und hoher Wassergehalt machen dort eine Art natürliche Goldküche möglich.
Seit Jahrhunderten beschäftigen sich Abenteurer und Wissenschaftler mit der Frage, wo Gold seinen Ursprung hat. In der Tiefsee finden Forscher nun die Antwort. Temperatur und hoher Wassergehalt machen dort eine Art natürliche Goldküche möglich.
Goldlagerstätten nehmen bereits tief unter dem vulkanischen Meeresboden ihren Anfang. Das zeigt eine neue Studie des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel. Forscher fanden heraus, dass das Edelmetall durch die Verschiebungen von Erdplatten und mit Wasser mehrfach aufgeschmolzen und angereichert wird, lange bevor es an die Oberfläche und in goldhaltige Quellen gelangt.
Die Wissenschaftler vergleichen die natürlichen Schmelzprozesse mit einer mehrstufigen Raffinerie. Dabei reichern sich bis zu sechs Nanogramm Gold pro Gramm Gestein an. Klingt nach wenig, das Vorkommen des seltenen Edelmetalls in der Tiefe ist damit aber deutlich höher als bisher angenommen.
Um die Frage nach dem Ursprung von Gold zu lösen, haben die Forscher 66 Glasproben untersucht, die sie im Pazifik nördlich von Neuseeland entlang des ozeanischen Kermadec-Inselbogens und des benachbarten Havre-Trogs genommen hatten. Die untersuchten Glaspartikel entstehen, wenn Lava in der Tiefe schlagartig abkühlt.
