
Fan-Ausschlüsse zwischen besorgniserregendem Trend und legitimer Handhabe
n-tv
Sinnvolle Regelungen oder eine Farce? Bei Fan-Ausschlüssen im Fußball gehen die Meinungen von Fans, Klubs und UEFA auseinander. Eine gängige Praxis, die dringend einer Entscheidung bedarf.
Sinnvolle Regelungen oder eine Farce? Bei Fan-Ausschlüssen im Fußball gehen die Meinungen von Fans, Klubs und UEFA auseinander. Eine gängige Praxis, die dringend einer Entscheidung bedarf.
Neapel. London. Paris. Nizza. Was sich für viele Fußball-Fans nach Traumlosen für den eigenen Verein in europäischen Wettbewerben anhört, verlor in den vergangenen Jahren an Glanz und Attraktivität. Zu oft gerieten deutsche Fangruppen zuletzt in das Visier ausländischer Polizeibehörden, auch die deutsche Polizei sorgt für Unverständnis bei Klubs und Anhängern.
Das aktuellste Beispiel liefert der Fall der Dortmund-Fans vor dem Playoff-Rückspiel der Champions League im italienischen Bergamo (18.45 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker). Der BVB habe Kenntnis davon erhalten, "dass einigen BVB-Fans die Ausreise nach Italien verweigert wurde". Andere Anhänger des Tabellenzweiten der Fußball-Bundesliga seien in ihren Unterkünften in Italien von der Polizei aufgesucht worden. Die aktive Fanszene der Dortmunder habe sich deswegen dafür entschieden, der Partie fernzubleiben.
Die jüngste Auseinandersetzung von Behörden und Fanszene unterstreicht einen Trend, den das europäische Fanbündnis "Football Supporters Europe" (FSE) schon seit Monaten kritisiert. "Vereine und Behörden können sich nicht aussuchen, welche Regeln sie anwenden und welche sie ignorieren können. Die UEFA setzt sich dafür ein, dass Auswärtsfans die bestmöglichen Bedingungen vorfinden. Wenn sich jedoch einige Länder oder Städte weigern, sich an die Regeln zu halten und zugeben, dass sie für die Ausrichtung des Spiels nicht geeignet sind, muss dies Konsequenzen haben", forderte Martin Endemann von den FSE.
Auch beim BVB sei man von den Maßnahmen und Vorgehensweise überrascht. Detailliertere Hintergründe zu den stattgefundenen Maßnahmen vonseiten der Behörden seien dem Klub derzeit nicht bekannt. Man sei darüber im Vorfeld auch nicht informiert worden. "Bei aller Nachvollziehbarkeit einer sicherheitsorientierten Risikobewertung eines Fußballspiels ist Borussia Dortmund über die Reichweite und Dimension der ergriffenen polizeilichen Maßnahmen mehr als überrascht", teilte der Verein mit.

Der FC Barcelona steht im Viertelfinale der Champions League. Die äußerst spielfreudige Mannschaft von Trainer Hansi Flick wirft Newcastle United in einem turbulenten Rückspiel raus. In der ersten Halbzeit sind die Dinge noch knapp, aber nach der Pause sorgt Barca für klare Verhältnisse und gewinnt mit 7:2 (3:2).












