Eine wissenschaftliche Gratwanderung
Süddeutsche Zeitung
Eines der wichtigsten Medizin-Fachjournale weltweit publiziert bald nur noch Studien, wenn in diesen die "Rasse" der Probanden angegeben wird. Wieso das eine Bedeutung über die Medizin hinaus hat.
Es gibt keine Menschenrassen, heißt es in der Biologie. Denn derart bezeichnete Gruppen lassen sich nicht eindeutig voneinander trennen. Rassen gelten heute vielmehr als soziales Konstrukt, um die Ausbeutung und Kolonialisierung anderer Gruppen zu legitimieren. Eine Entscheidung des New England Journal of Medicine könnte nun aber zu Irritationen führen: Das NEJM, eines der renommiertesten Fachjournale weltweit, wird vom 1. Januar 2022 an Forschungsergebnisse nur veröffentlichen, wenn auch Informationen zu Geschlecht, Rasse oder ethnischer Zugehörigkeit der Studienteilnehmer mitgeliefert werden.

Die Erziehung prägt Menschen ein Leben lang – kein Wunder, dass sich viele Eltern unsicher sind, ob sie zu streng oder zu großzügig sind. Der Psychologe Jakob Müller und die Psychologin Cécile Loetz erklären, wie man die Bedürfnisse seiner Kinder erfüllt, ohne die eigenen aus dem Blick zu verlieren.












