Ein Trauerspiel namens Fußball-Bundesliga
Die Welt
Der FC Bayern demontiert den VfL Wolfsburg. Der Kantersieg über einen gestandenen Bundesligaklub ist nicht nur peinlich für die Gäste, er sagt auch viel über die Entwicklung der Bundesliga aus. Und zeigt ihr größtes Problem auf.
Der FC Bayern demontiert den VfL Wolfsburg. Der Kantersieg über einen gestandenen Bundesligaklub ist nicht nur peinlich für die Gäste, er sagt auch viel über die Entwicklung der Bundesliga aus. Und zeigt ihr größtes Problem auf. Peinlich. Komplettausfall. Herbe Enttäuschung. Mit diesen Worten fassten die Spieler und Verantwortlichen des VfL Wolfsburg ihren Sonntagabend zusammen. In der Analyse des 1:8 (1:2) nach dem Abpfiff waren sie so schonungslos wie der FC Bayern während der Partie auf dem Rasen. Für Sportfans war dieses Spiel ein trauriger Start in das neue Fußball-Jahr. Klar, Anhänger des FC Bayern freuten sich über den Kantersieg und die Spielfreude ihrer Mannschaft, neutrale Beobachter genießen die Ballkünste der Offensivstars Michael Olise und Luis Diaz sowie das Traumtor von Stürmer Harry Kane. Doch in Sachen Spannung und Wettbewerb war das Debakel der Wolfsburger kein gutes Zeichen. Es war eine Demontage, die viel aussagt. Die Partie zeigte erneut, wie sehr der Bundesliga an der Spitze die Spannung fehlt. Und wie weit die Bayern enteilt sind. Nach 16 Spielen haben sie bereits elf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten Borussia Dortmund. Dass sie Meister werden, ist für die allermeisten total klar. Die Hinrunde ist noch nicht mal beendet, und an der Spitze scheint alles gelaufen. Nicht gerade ein packender Wettbewerb. Den Münchnern kann jetzt sogar der früheste Meistertitel gelingen, den bisherigen Rekord schafften sie unter Startrainer Pep Guardiola in der Saison 2013/2014, damals war ihnen die Schale bereits am 27. Spieltag nicht mehr zu nehmen.
